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Das Drei-Welten-Modell

Der Leitgedanke dieses Konzeptes besteht darin, dass alzheimererkrankte Menschen drei unterschiedliche Phasen durchwandern. Umfeld, Betreuung und Aktivierung werden in jeder Phase den individuellen Fähigkeiten angepasst.

Die „erste Welt“

Die Menschen der „ersten Welt“ sind leicht bis mittelschwer dement. Für sie kann der Alltag noch mit vertrauten  Aktivitäten gestaltet werden. Eingebunden in immer wiederkehrende Aufgaben im Wohnbereich ist hier – ohne die Bewohner zu überfordern – ein Alltags- und Gruppenleben möglich. Fachkräfte für Gerontopsychiatrie tragen dafür Sorge, die individuellen Möglichkeiten jedes Einzelnen so lange wie möglich zu erhalten.

Die „zweite Welt“

In der „zweiten Welt“ leben Menschen mit mittelschweren bis schweren Demenzen. Ihre Situation ist geprägt von Ziel- und Orientierungslosigkeit. Gefühle bringen sie in jeder Form spontan zum Ausdruck. Ihre Aufmerksamkeit ist nur für Sekunden zu erreichen, ein Gefühl für Eigentum ist nicht mehr vorhanden. Die Betroffenen haben einen erhöhten Bewegungsdrang. Besonders wichtig während dieser Phase ist das Zulassen der unterschiedlichen Verhaltensweisen. Das Maß an Fremd- und Eigengefährdung ist bei den Erkrankten häufig erhöht, deshalb besteht hier ein großer Schutzbedarf.

Die „dritte Welt“

In dieser Phase sind die Bewohner zumeist bettlägerig. Sie sind oft apathisch und ängstlich und haben erhöhte Muskelspannungen. Essen und Trinken fällt ihnen schwer. Sie benötigen einerseits eine intensive Körperpflege zur Vermeidung von Schäden an Haut und Gelenken, andererseits die Ansprache über alternative Wahrnehmungsformen. Mit Methoden wie Basaler Stimulation®, Aromatherapie und Snoezelen werden Haut und Muskeln, Greif-, Gleichgewichts- und Geruchssinn angesprochen. Der gezielte Einsatz von Düften sorgt für Entspannung. Ein Wohlfühlbad mit Wärme, Düften und Musik genießen viele Erkrankte sichtlich.